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So geht Museum heute

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Heute gibt es eine neue Folge des medialen Beobachtungsprojekts »Was schreiben eigentlich die anderen so?« und die führt uns in die Niederlande, wo die Abendzeitung NRC Handelsblad in einem kurzen Porträt die erste Frau im dreiköpfigen Kollegium des Rijksmuseums vorstellte: Die Juristin Hendrikje Crebolder wird ab dem 1. April für den Bereich »Development und Medien« zuständig sein. Crebolder ist 46 Jahre alt und initiierte als Mitarbeiterin 2009 im Rijksmuseum die Entwicklungsabteilung, die das Rijksstudio erfand, zu dem wir gleich kommen.
Insgesamt 16 Rijksmusea, also Nationalmuseen, gibt es in den Niederlanden, das bekannteste ist das in Amsterdam ansässige, in dem unter anderem Rembrandts »Nachtwache« und Frans Hals’ »Fröhlicher Trinker« ausgestellt sind.

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1808 auf königlichen Befehl von Den Haag nach Amsterdam umgezogen, gehört das Museum zu den großen Touristenattraktionen des Landes. Was auch daran liegt, dass es schon lange nicht mehr das ausschließlich Konzept ist, einfach nur Ausstellungsstücke zu präsentieren: 2002 öffnete eine Außenstelle des Rijksmuseums im Flughafen Schiphol, die in einem Terminal nahe der Passkontrolle jährlich drei Ausstellungen mit Werken des Gouden Eeuw, also des Goldenen Zeitalters im 17. Jahrhundert, zeigte und nach einer zweijährigen Umbauphase seit 2016 wieder zeigt.
Auch im Internet ist man innovativ: Seit 2013 können Kunstliebhaber auf der Website des Museums in der Sektion »Rijksstudio« ihre gemeinfreien Lieblingsbilder und -ausstellungs­stücke in eigenen Sammlungen präsentieren, downloaden, ausdrucken und verändern. 300 000 Menschen aus aller Welt machten bisher, so Crebolder, von diesem Angebot auf www.rijksmuseum.nl Gebrauch.