Artikel von Knut Henkel

Zum Glück trug sie eine Gesichtsmaske, denn die schützt nicht davor, sich selbst, sondern davor, andere anzustecken: Die ­bolivianische Interimspräsidentin Jeanine Áñez hat sich mit Sars-CoV-2 infiziert
Ausland In Bolivien soll die umstrittene Übergangsregierung mitten in der Pandemie eine Präsidentschaftswahl organisieren

Wahl oder Streik

Am 6. September soll in Bolivien die Präsidentschaftswahl stattfinden. Der Gewerkschaftsdachverband COB hat Streiks für den Fall einer erneuten Verschiebung angekündigt. Umfragen sehen die konservative Interimspräsidentin Jeanine Áñez hinter Luis Arce, dem Kandidaten der Partei des im November zurückgetretenen Präsidenten Evo Morales. Von mehr...
Ausland Coronakrise und informelle Arbeitsverhältnisse in Peru

Pandemie und Informalität

Peru ist nach Brasilien das Land mit den meisten Covid-19-Infektionen in Lateinamerika. Über 260 000 sind registriert, obwohl die Regierung früh Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ergriffen hat. Von mehr...
Reportage Im Hamburger Hafen sitzen Seeleute wegen der Pandemie auf Frachtern fest

Gefangen auf den Blechbüchsen

Weltweit sitzen bis zu 200 000 Seeleute auf Frachtern fest. Das Leben an Bord ist häufig monoton. Viele plagt die Ungewissheit, wann sie zurück nach Hause können. Von mehr...
Interview Ein Gespräch mit Marcelina Bautista von der Gewerkschaft der Hausangestellten (Sinactraho)

»Hausangestellte gehören zu den Verlierern der Pandemie«

In der Coronakrise sitzen viele Hausangestellte in Mexiko in den Häusern ihrer Arbeitgeber fest. Andere wurden nach Hause geschickt und erhalten keinen Lohn mehr. Eine Kampagne soll auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Von mehr...
Ausland In Mittelamerika und der Karibik schrumpfen die Devisentransfers Ausgewanderter

Der Fluch der Karibik

In der Pandemie schrumpfen die »remesas«, die vornehmlich in US-Dollar getätigten Devisentransfers. Länder in Mittelamerika und der Karibik sind besonders abhängig von den Überweisungen Ausgewanderter an ihre Familien. Von mehr...
Ausland In Mittelamerika sind LGBTI in der Pandemie verstärkt der Polizeigewalt ausgesetzt

Verprügelt und verspottet

In der Pandemie verschlechtert sich die Situation von LGBTI in Mittelamerika. In Honduras werden sie von Polizei und Militär drangsaliert. Demütigungen, Schläge und willkürliche Verhaftungen sind dort, wie auch im benachbarten El Salvador, nicht unüblich. Von mehr...
Interview Ein Gespräch mit Hamani Amadou von der Internationalen Transportarbeiter-Fördera­tion

»Das Leben der Seeleute ist von Unsicherheit geprägt«

Aufgrund der Covid-19-Pandemie dürfen Schiffsbesatzungen nicht an Land gehen, viele Seeleute haben keinen Kontakt zu ihren Familien. Enge an Bord und Ungewissheit führen zu psychosozialen Erkrankungen. Interview Von mehr...
Immer hilfsbereit, wenn sie nicht gerade schießen. Checkpoint in San Salvador, 20. April
Ausland Der wachsende Einfluss des Militärs in Lateinamerika

Das Militär kehrt zurück

Ob in El Salvador, Kolumbien oder Chile – Personal im Kampfanzug soll für die Einhaltung der Quarantäne sorgen. Übergriffe sind in El Salvador bereits an der Tagesordnung. Von mehr...
Ausland In den USA und Lateinamerika protestieren Migranten gegen die Haftbedingungen in Abschiebegefängnissen

Keine Distanz hinter Gittern

Kleine, überbelegte Zellen, in denen man kaum auf Distanz gehen kann, sind die Norm in vielen Haftanstalten wie Abschiebe­einrichtungen. Dagegen mehren sich Proteste von Migranten in den USA und Lateinamerika. Von mehr...
Im ecuadorianischen Guayaquil wurden vor der Ausgangssperre gründlich die Straßen gereinigt, 18. März
Ausland Bolivien und Ecuador sind schlecht auf Sars-CoV-2 vorbereitet

Links liegengelassen

Kaum ein Land Lateinamerikas hat ein gut ausgestattetes Gesundheits­system. Ecuador und Bolivien hatten lange linke Regierungen, doch beide Länder sind schlecht auf die Coronaepidemie vorbereitet. Von mehr...