Deutsches Haus

Wie die TZ am 9. April berichtete, beschimpfte ein Unbekannter in einer ­S-Bahn in München (Bayern) einen 42jährigen Mann aus Ghana zunächst auf rassistische Weise. Dann versetzte er ihm mit einer Glasflasche einen Schlag ins Gesicht. An einer Haltestelle konnte der Angreifer flüchten, bevor die Polizei eintraf. Der 42jährige zog sich bei dem Angriff eine stark blutende Wunde im Gesicht zu und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie aus einem Bericht der Kölnischen Rundschau vom selben Tag hervorgeht, sprach der Fahrer eines Motorrollers auf einer Straße in Morsbach (Nordrhein-Westfalen) einen 38jährigen auf dessen ausländische Herkunft an. Dann schlug er ihm unvermittelt mit seinem Motorradhelm ins Gesicht und fuhr davon. Wie das Online-Portal Sportbuzzer am 8. April berichtete, beleidigten Anhänger des FC Deetz (Brandenburg) während des Heimspiels ihrer Mannschaft gegen den FV Turbine Potsdam einen Spieler der Gäste wegen dessen Hautfarbe auf rassistische Weise.

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Angaben des Potsdamer Trainers zufolge war mehrfach das Schimpfwort »Bimbo« zu vernehmen, der Linienrichter bestätigte dies. Auf Anfrage des Sportportals sagte der betroffene Spieler, er sei bei Fußballspielen bereits häufiger beschimpft worden. Wie die Berliner Polizei berichtete, geriet der Wirt einer Kneipe im Ortsteil Charlottenburg am Abend des 7. April mit zwei Gästen in einen Streit, in dessen Verlauf er sie auf antisemitische und rassistische Weise beleidigte. Zudem zeigte er Zeugenaussagen zufolge den Hitlergruß und bespuckte einen Gast. Herbeigerufene Polizisten nahmen den 54jährigen vorübergehend fest. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Am selben Tag versuchten Rettungssanitäter im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg, einen Mann wegen einer Platzwunde am Kopf medizinisch zu versorgen. Dieser wehrte sich jedoch und beleidigte einen Sanitäter auf antisemitische Weise. Die Polizei nahm die Personalien des 56jährigen auf. Am Abend des 5. April beschimpfte ein 56jähriger im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg eine vierköpfige Familie, die auf dem Gelände des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks spazieren ging, auf rassistische Weise. Zudem spuckte er den vier Personen Polizeiangaben zufolge vor die Füße.