Artikel über Islamismus

dschungel Ein Interview mit Lorenzo ­Vidino, Direktor des Programms zur Bekämpfung von Extremismus an der George Washington University, über die Muslimbruderschaft im Westen

»Die Muslimbruderschaft ist eine große transnationale Familie«

Für sein kürzlich erschienenes Buch »The Closed Circle: Joining and Leaving the Muslim Brotherhood in the West« interviewte Lorenzo Vidino ehemalige Muslimbrüder in den westlichen Einwanderungsländern. Die Protokolle bieten einen seltenen Einblick in die verschwiegene Organisation. Viel zu wenig sei über ihre Ziele und Strukturen bekannt, kritisiert Vidino. Die westliche Politik solle alles unterlassen, was die Bruderschaft ermächtigt oder legitimiert. Interview Von mehr...
Small Talk Small Talk mit Christian Mors über den Fall Nurhan Soykan und islamistische Strategien der öffentlichen Einflussnahme

»Wühlarbeit der Islamisten«

In der vergangenen Woche ernannte das Auswärtige Amt Nurhan Soykan, die stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, zur ständigen Beraterin im Referat Religion und ­Außenpolitik. Nach heftiger Kritik an Soykans Verharmlosung antisemitischer Demonstrationen und ihrer organisatorischen Nähe zur nationalistisch-islamistischen Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa (Atib) lässt das Außenministerium die Zusammenarbeit vorerst ruhen. Christian Mors, Mitarbeiter der kürzlich erstmals erschienenen Zeitschrift Tapis – Analysen zur islamistischen Rechten, hat mit der »Jungle World« gesprochen. Von mehr...
Inland In Koblenz läuft ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Schergen des Assad-Regimes

Überläufer vor Gericht

In Koblenz stehen zwei mutmaßliche Schergen des Assad-Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschheit vor Gericht. Dass es sich um Überläufer handelt, die selbst aus Syrien geflohen sind, erschwert die juristische Aufarbeitung. Von mehr...
Ausland Zum Unwillen von Islamisten stellte eine Fernsehserie während des Ramadan erstmals eine Jüdin ohne antisemitische Klischees dar

Tabubruch im Ramadan

Die saudische Fernsehserie »Umm Haroun« stellt eine jüdische Kranken­schwester im Kuwait der vierziger Jahre dar, ohne in anti­semitische Klischees zu verfallen. Den Muslimbrüdern nahestehende Gruppen riefen zum Boykott auf. Von mehr...
Inland Eine in Nordrhein-Westfalen enttarnte IS-Terrorzelle soll Anschläge geplant haben

Ein Youtuber und zwei US-Stützpunkte

In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei eine mutmaßliche jihadistische Terrorzelle ausgehoben, die Anschläge auf einen islamkritischen Youtuber und zwei US-amerikanische Militärbasen geplant haben soll. Ihr Anführer hatte vorher Aussagen bei der Polizei gemacht. Von mehr...
Ausland Jihadisten sehen in der Pandemie eine Strafe Gottes, aber auch eine Chance für Terroranschläge

Zwischen Sorge und Propaganda

Islamistische Terrororganisationen sehen im Coronavirus eine göttliche Strafe für die »Kreuzfahrernationen« und eine günstige Gelegenheit, um vermehrt Anschläge zu verüben. Sie warnen Muslime gleichzeitig vor einer Ansteckung und empfehlen den Islam als Gegenmittel. Von mehr...
Inland Das Auswärtige Amt fördert Islamic Relief Deutschland nicht mehr

Kein Bakschisch mehr vom Außenministerium

Die Bundesregierung stellte im vergangenen Jahr personelle Verbindungen zwischen Islamic Relief Deutschland und der islamistischen Muslimbruderschaft fest. Das Auswärtige Amt förderte in der Vergangenheit Projekte der Hilfsorganisation. Doch damit ist es seit kurzem vorbei. Von mehr...
Moschee
Inland Der Zentralrat der Muslime will nicht mehr mit der Muslimbruderschaft in Verbindung gebracht werden

Das Rätsel um die Räte

Die Deutsche Muslimische Gemeinschaft lässt ihre Mitgliedschaft im Zentralrat der Muslime in Deutschland ruhen. Dennoch zählt der Zentralrat immer noch mindestens ein Mitglied, das mit der Muslim­bruderschaft in Verbindung stehen könnte. Von mehr...
Homestory

Homestory #2

Fünf Jahre liegt das Massaker in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo zurück.

Homestory mehr...
dschungel Der Comic »Wir ­waren Charlie« von Luz

Charlie auf der Netzhaut

Der Zeichner Luz hat mit der Graphic Novel »Wir waren Charlie« ein Requiem für seine ermordeten Kollegen von Charlie Hebdo geschaffen. Zugleich korrigiert er das Bild, das nach dem Terroranschlag von dem französischen Satiremagazin verbreitet wurde. Von mehr...
Inland Eine Berliner Kampagne zum Schutz von LGBTQI-Personen arbeitet mit zweifelhaften Bündnispartnern zusammen

Dubiose Verbündete

Eine Kampagne soll Frauen, Homosexuellen und Transpersonen Schutz vor Angriffen im nördlichen Berlin-Neukölln bieten. Einige kritisieren jedoch, dass sich auch der umstrittene Verein »Neuköllner Begegnungs­stätte« an der Aktion beteiligt. Von mehr...
Inland Eine mit EU-Geldern finanzierte Studie stellt Islamismuskritiker ­unter Rassismusverdacht

Diagnose Kritikphobie

Eine Stiftung, die der türkischen Regierungspartei AKP nahesteht, veröffentlichte eine Studie über »Islamophobie« in Europa, die Islamismuskritiker wie Seyran Ateş diskreditieren soll. Sie wurde von der EU mitfinanziert, ihre wissenschaftliche Güte ist fragwürdig. Von mehr...
Heiko Heinisch
Thema Heiko Heinisch über die populistischen Konzepte islamistischer Organisationen und das Verhältnis salafistischer und legalistischer Strömungen im politischen Islam

»Es ist eine populistische Argumentation«

Vor drei Jahren steuerte Anis Amri einen LKW in eine Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Der islamistische Attentäter war den Behörden bekannt.

Interview Von mehr...
Breitscheidplatz
Thema Die Hintergründe des ­islamistischen Attentats vom Berliner Breitscheidplatz bleiben ungeklärt

Deckname Murat

Der Bundesnachrichtendienst wusste schon Wochen vor dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016, wie gefährlich Anis Amri werden könnte. Behördliches Versagen und politische Blockade prägen seither die Aufklärung des Falls. Von mehr...
Hinter der Flagge versteckt sich die Hoffnung der Islamisten. Der Ultrakonservative Kaïs Saïed führte in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl
Ausland In die Stichwahl um die Präsidentschaft in Tunesien gehen zwei politische Außenseiter, darunter ein Ultrakonservativer

Die große Überraschung

In Tunesien haben es zwei politische Außenseiter in die Stichwahl um die Präsidentschaft geschafft: ein Ultrakonservativer, der nun von den Islamisten unterstützt wird, und ein Unternehmer, der derzeit wegen Geldwäsche und Steuerflucht in Untersuchungshaft sitzt. Von mehr...